Mittwoch, April 29, 2015

Ä Muus im Schronk!!


Unser kleines, süsses, niedliches, schnuckeliges, oberputziges, Rosi-Katzenmädchen ist gar nicht so süss, niedlich, schnuckelig und oberputzig. Äußerlich mag das wohl zutreffen, aber in Wahrheit ist sie... (stellt Euch hier die gruselige Musik vom weissen Hai vor...)
die Killermietze!!
"MIAAAAAUUUUU..."

Lasst Euch von diesem Lämmchenblick nicht täuschen. Wieviele unschuldige Mäuse mussten schon ihr Leben lassen!?!?
Vorgestern war es aber noch schlimmer!!! Diese Geschichte möchte ich Euch hier erzählen:

Es war einmal... ach Quatsch!!

Es ist Montagmorgen, ca. 10 Uhr im Schwarzwald. Bei uns wird gelüftet, alle Fenster und Türen sind weeeeeeeit geöffnet. Ich mache gerade summend meine Putzarbeit im Bad, bis plötzlich ein entsetzliches Piepsen zu hören ist... aus dem Schlafzimmer!!!
Ich lasse sofort alles fallen und renne mit hysterischem Gekreische zum Ort des Geschehens. "NEIN!! MOCH DIE MUUS NUSS!!" Ich hab sie zwar noch nicht gesehen, aber dass es sich um eine solche handelte war wirklich nicht zu überhören.
Plötzliche Stille... es ist wirklich mucksmäuschenstill... Rosi sitzt da und sucht, Felix liegt halb dösend auf dem Bett und hat wohl gar nichts mitbekommen. Na ja gut, die Tür nach draußen steht noch offen, die Maus wird wohl abgehauen sein...oder hat sie sich nur versteckt?
Ich schaue unter das Bett... nichts. Ich klopfe vorsichtig an die Schranktüren... nichts...keine Ahnung warum ich geklopft hab...ein "HEREIN" hab ich zumindest nicht erwartet ;-)

Es klingelt, Mama kommt mich besuchen. Na, die kommt gerade richtig: "MAAAAMAAAA!"
Der mütterliche Instinkt ist geweckt: "Ohje, was isch denn los??"
"D´Rosi het ä Muus gfonge!!! Die läbbt noch! Sie het sie ins Schlofzimmer brocht!!!"
Sie: "Un jetz soll ich die fongä?!??" Ich: "Ja... nei... ich weiß nidd... sie isch nirgends mäh rum."
Mama etwas erleichtert: "Donn wird sie widder nuss gongä si."
Vorsichtshalber hat sie trotzdem die Dekokisten hinter dem Schrank nach vorne gezogen. Diesen Mut hätte ich auch gerne!! Ich hab mich nämlich ganz schnell aufs Bett geworfen und die Füsse nach oben gezogen... Ja, Heldenmut pur ;-) "Was isch, wenn sie in dä Schronk gschlupft isch??"
Sie, langsam wieder mit der gesunden Gesichtsfarbe: "Wie soll die denn do nie kummä? Also dünner konn sie sich nidd moche." Trotzdem hat sie mal reingeblinzelt. Nichts.

Gut, inzwischen hab ich mich mit dem Gedanken angefreundet, daß die Maus, im Angesicht des Todes, wohl tatsächlich durch die Tür geflüchtet ist.
















<----- und wieder dieser Lämmchenblick



Irgendwann war ich wieder allein und machte erleichtert an meinen Aufgaben weiter.
Eine Freundin ruft an. Während ich ihr die Geschichte erzähle wander ich am besagten Ort hin und her. "SCHEISSE...!!!!!!" Am Telefon hört man ein erschrockenes: "Was isch???"
Ich, schwer atmend: "Do guckt s´Schwänzli unter dä Schronkdir rus!!!" "WAAAAS???" "D´MUUUUS!!!" Telefon: "Donn hol ä Bäsä un moch sie weg!" Ich: "Ja...Nai...AAAAAH!!!"
Inzwischen war ich dazu fähig, den Besen zu holen. Telefon:"Na ja, ich kinnt des au nidde..." "..." "Was mochsch jetz?" Ich stammle: "Ich schnapp mir dä Felix un setz ne vor dä Schronk. Donn moch i die Dir uff. Ich leg mol dä Hörer weg..."
Also schnapp ich mir den immernoch völlig relaxten Kater und setz ihn vor die Schranktür... und öffne sie, natürlich immernoch bewaffnet mit dem Besen. Heraus purzelt die Maus. Sitzt da. Felix sitzt davor. Guckt auf die Maus, dann auf mich, dann wieder auf die Maus. Vielleicht hat er mich ja nicht verstanden, vor seiner Tierheimzeit lebte er nämlich in Frankreich..."Isch verstehä niischt... das iist doch geine Mousse..."
Er geht vorsichtig mit der Pfote in Richtung "Opfer", diese piepst und wuselt los. Felix macht gleichzeitig einen riesigen Satz rückwärts und prescht im Eiltempo davon. Ich meinte auch noch, sein "MIAU" in der Schrecksekunde klang wie "OH MON DIEU...!!!!"

Jetzt muß alles schnell gehen! Mutig wie ich bin *hüstel* bugsiere ich die Maus in Richtung offene Tür mit dem Besen, was gar nicht so einfach ist. Sie will immer wieder um den Besen herumwuseln. Nach einer gefühlten Eeeeewigkeit ist sie dann doch tatsächlich nach draußen gehüpft... und ich platt und erleichtert aufs Bett geplumpst. Kater Felix kommt langsam wieder ins Haus und legt sich mit stolz geschwellter Brust zu mir. 










Ja ja... mein Held...








Puuuuuuuh... also langweilig wird es bei uns nicht!!
Jeden Tag muß ich das aber nicht haben!

Für den Fall, daß jetzt ein falscher Eindruck entstanden ist:
Unsere beiden Fellnasen sind ganz lieb!! Es ist halt nunmal so, daß Katzen geborene Raubtiere sind. Da fangen sie halt mal die ein oder andere Maus... 

Die Überschrift stammt übrigens zufälligerweise von meinem Cousin, der weiß das noch gar nicht. Trotzdem vielen Dank dafür ;-)
Kleiner Nachtrag: Mein Cousin weiß es jetzt doch :-) 
Seine Nachricht: "jetz schdimmd dinni Gschicht nimmi - de Kusseng weiss es jetzt😊  ich habs nämlich glese 😊 "
Sehr schön, dann hätten wir das auch geklärt ;-)

*In diesem Sinne wünsche ich Euch einen ganz ruhigen, entspannten, etwas weniger aufregenden Tag*

Kommentare:

  1. Einfach nur herrlich , liebe Silvie!
    Danke für die schöne Katzengeschichte mit den so süßen Bildern!
    Ich wünsch Dir einen schönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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  2. Hihi, ich hab mich grad gekringelt. So guet und so herrlich im Dialekt geschrieben. Genial! Aber ich versteh Deine Panik nicht, Mäuschen sind doch herzig. Ich hol mir immer Gartenhandschuhe und nehm sie dann von Hand und bring sie in Sicherheit, denn so einen Besen im Allerwertesten möchte ich selbst auch nicht spüren *kicher*.
    En liebe Gruess und einen sanften Krauler an die beiden Unschuldslämmer
    Alex

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  3. Sehr lustige Geschichte, also hat Dein Kater auch so ein bisschen Angst vor Mäusen. Ich persönlich hab ja mehr Probleme mit fetten Spinnen. Bei uns sind die Mäuse meistens tot wenn die Jungs sie anschleppen. Letzte Woche hat mein Henry nur ein kleines Stückchen Maus ins Wohnzimmer geschleppt, würg. Da musste ich mich beim Entsorgen doch auch sehr überwinden.
    Liebe Grüße und Kätzchenkrauler
    Stephie

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  4. Oh je!!
    Das weckt Erinnerungen... vor fast zwei Jahren... auch Schlafzimmer und Maus... leider auch im Bett... bin immer noch leicht traumatisier!

    Aber schön be/geschrieben und mit Dialekt... ganz wunderbar!
    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Huch... da fehlt ein "t" traumatisiert

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  5. KKKKKRRRREEEIIISSSCCCHHHH!!!!! Ich schreie mich weg - nicht wegen der kleinen Maus, sondern wegen deiner tollen Geschichte, die natürlich durch euren Dialekt noch ein kleines bisschen schöner geworden ist!!! Wirklich toll erzählt - so richtig aus dem Leben. Ich habe mit dir gelitten - und mit dem armen kleinen französisch sprechenden Kätzchen!!!! Lach!! - LG an den Kuhsenk!!! LG Martina

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  6. Oh, was für eine herrliche Geschichte. Was habe ich gelacht. Ich mag ja den Dialekt. Früher war ich oft bei Verwandten in Hallwangen/Dornstetten.
    Ein Kraulerchen an deine süßen "Killer"-Katzen;-))) und an dich
    viele liebe Grüße
    Ursula

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  7. pruuuuuuuust - klasse - du bist soooooooo tupfer - gut das unsere fellnase nicht raus geht, dann bringt sie auch keine mäuse mit ;0)
    lg von der numi

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  8. Liebe Silvie,

    das könnte jetzt auch eine Geschichte meiner Freundin sein, nur sind deren Katzen das Gegenteil von deiner sie sind schwarz ;O)) Aber die haben das mit Mäusen und Vögeln.... auch voll drauf, für mich wäre das so schlimm, hab das einmal life miterlebt..... aber zum Lesen aus der Ferne ein Hit ;o)))

    Ich wünsch dir einen schönen Abend

    GLG Mela

    ps.: da lob ich mir meine Schmetterlinge die neuen die können nix anstellen.

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  9. lustig, dein Dialekt klingt fast wie Schweizerdeutsch. Konnte das problemlos lesen :D.
    Schrecklich eine Maus im Haus... nein Danke :)

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  10. Ach was hab ich mich amüsiert. :-D Herrlich deine Geschichte. Merlin hat am Wochenende auch eine Maus im Maul reingebracht. Er war recht schnell und ich konnte nicht reagieren. Also hatte ich eine halb am Leben befindliche Maus in der Küche rumlaufen. Da ich keine Angst habe erwischte ich sie mit einem Tuch und setzte sie mit einer entsetzt schauenden Katze wieder raus.
    Anekdoten unserer felligen Mitbewohner ;-)
    Liebe Grüße
    Jessica

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  11. Hallo Silvie,
    ich konnte gar nicht schnell genug deine spannende Geschichte lesen wie ich es gerne getan hätte.....geht das beim nächsten Mal nicht mit Untertitel?? :)
    ....meine Güte bei dir ist ja was los. Mein Kater der vor 3 Monaten im Alter von 20 Jahren über die Regenbogenbrücke gehen mußte war eine Wohnungskatze. Ich glaube er hätte sich auf den Schrank verzogen, der hatte in seinem ganzen Leben keine Maus gesehen....ich weiß das ist eigentlich kein schönes Katzenleben....aber wir hatten uns arrangiert.
    Liebe Grüße
    Gitti

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  12. Hey, ich lese deinen Blog nach wie vor und bin immer wieder begeistert :)

    LG Jürgen

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  13. hahaha, herrlich!!!
    Liebe Grüsse Nicole

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  14. Herrlich, herrlich, herrlich! Hach, was hab ich gelacht. Danke für diesen erfrischenden Post!!! Ich bleib dann gleich mal ein bisschen hier. ♥♥♥

    Liebste Grüße,
    Sonja

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  15. Herrlich, herrlich, herrlich! Hach, was hab ich gelacht. Danke für diesen erfrischenden Post!!! Ich bleib dann gleich mal ein bisschen hier. ♥♥♥

    Liebste Grüße,
    Sonja

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  16. Herrlich, herrlich, herrlich! Hach, was hab ich gelacht. Danke für diesen erfrischenden Post!!! Ich bleib dann gleich mal ein bisschen hier. ♥♥♥

    Liebste Grüße,
    Sonja

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